Kipperkarten
Die Kipperkarten wurden von Frau Susanne Kipper im Jahr 1873 entworfen. Der Münchner Schreibwarenhändler Matthias Seidlein soll sich um die Publikation der Karten gekümmert haben. So existiert eine erste Auflage der Karten aus dem Jahre 1873, die bei dem “Kartenmacher Kipper” erschienen sein sollen.
Die Kipperkarten zeigen alltägliche Situationen oder auch Darstellungen und Benennungen von Personen, die jeder aus seinem täglichen Leben und aus seiner Erfahrung kennt. So findet sich eine Karte mit dem Titel “Erwartung” oder auch die “Reise. Das Spektrum der 36 Karten deckt somit den Großteil des normalen Lebens ab und dient auf dieser Basis zur Entschlüsselung der herkömmlichen Lebensgeschehnisse, der Situationen und Ereignisse, die auf die Frage stellende Person in nächster Zeit zukommen.
Lenormandkarten
Mademoiselle Lenormand (geb. 1772) war die erste gesellschaftlich akzeptierte Kartenlegerin. Sie wurde am Hofe Napoleons für ihre treffsicheren Weissagungen vom höchsten Adel hofiert. Durch ihre Beratertätigkeit gelangte sie zu Reichtum und Ruhm, um als die “Sybille von Paris” in die Geschichte einzugehen. Napoleons Sturz, den sie vorhergesagt hatte, brachte ihr allerdings die Verbannung ein.
Die Lenormandkarten bestehen aus 36 durchnummerierten Einzelkarten: Jede Karte trägt eine laufende Nummer und – ähnlich wie bei einem klassischen Skatblatt – verschiedene Werte von Kreuz, Pik, Herz und Karo. Der Hauptteil der Karte wird aber natürlich vom Kartensymbol eingenommen. Dies können Tiere, Menschen und Gegenstände sein; sie verkörpern archetypische Bedeutungen, deren Sinn man auf die gestellte Frage anwenden muss.